FDP bedauert Absage des Jugendforums

Aus Sicht der CDU und FDP ist es sehr bedauerlich, dass die Diskussionsveranstaltung des Jugendforums am vergangenen Dienstag (20.06.2017) nicht stattgefunden hat.

An der vom Lauterbacher Stadtjugendparlament und der Alexander-von-Humboldt Schule geplante und von Julius Kessler organisierte Veranstaltung sollten Vertreter von CDU, SPD, FDP, Grüne, Linke und AfD teilnehmen. Nachdem der Name des AfD-Vertreters, Fabian Flecken, bekannt wurde machte die Grüne Jugend Hessen mobil und verweigerte die gemeinsame Teilnahme an der Veranstaltung. Dem schlossen sich SPD und Linke an. Einzig die Vertreter von CDU und FDP, Jennifer Gießler und André Tonigold, waren zur Diskussion mit allen Vertretern bereit. „Die Einschätzung, dass die mit dem AfD-Teilnehmer in Verbindung gebrachten Statements nicht tragbar sind, teilen wir komplett. Als Reaktion darauf der öffentlichen Diskussion fernzubleiben darf aber nicht die Konsequenz sein. Die Veranstaltung hätte eine hervorrangende Möglichkeit geboten den populistischen Positionen mit Inhalten Einhalt zu gebieten. Die CDU und FDP waren zu jedem Zeitpunkt bereit die Diskussion mit allen eingeladenen Parteien zu führen.“ äußern sich Gießler und Tonigold. „Durch die kurzfristige „Eskalation“ der Ereignisse, darf jetzt nicht die Reaktion sein, dem Veranstalter die alleinige Schuld in die Schuhe zu schieben. Die Absagen ähnlicher Veranstaltungen in Hessen scheint, in der ein oder anderen Partei, im Vorwahlkampf sehr populär zu werden. Zu Glauben so zu verhindern, dass bestimmte Meinungen keine Bühne bekommen ist naiv.“ so André Tonigold. Eine Diskussion zu den geplanten Themen „Europa“ und „Was darf Satire?“ hätte allen Beteiligten sicher mehr gebracht. „Eine Demokratie lebt von unterschiedlichen Meinungen. Dabei wird es bedauerlicherweise wohl auch immer extreme Ansichten geben. Diese gilt es mit Worten zu widerlegen. Die Weigerung von SPD, Grüne und Linken sich mit bestimmten Vertretern der Jungen Alternative auseinander zu setzen zeugt von einem Weltbild, das andere Meinungen nicht zulässt“ betont Jennifer Gießler. Die beiden Kommunalpolitiker würde sich freuen, wenn demnächst ein neuer Termin gefunden wird und die demokratischen Jugendorganisationen und Parteien sich dennoch zu einer Teilnahme durchringen würden. Gerade in einem Bundestagswahljahr sei ein Diskurs zwischen Christdemokraten, Sozialdemokraten, Liberalen, Grünen, Linken und der Alternative für Deutschland wichtig, um falsche Versprechen aufzudecken und den Wählern eine fundierte Entscheidung zu ermöglichen.